Eine schöne Art, Politik zu machen

DSC_0624Manchmal kommt es nicht so sehr drauf an, was man politisch macht, sondern wo man es macht. Auf Einladung unserer Kolleg/innen der Ökumenischen Akademie Prag war erlassjahr.de am Montag zu Gast auf der Prager Burg. In einer Umgebung bei der man jeden Moment damit rechnet, dass  Kaiserin Maria-Theresia durch eine der überdimensionalen Türen herein gerauscht käme, informierten wir Vertreter des gastgebenden Außenministeriums, des Finanzministeriums, des Parlaments sowie der NGO-Szene über den laufenden UN-Prozess für ein Staateninsolvenzverfahren. Die Tschechische Republik hatte zwar – nicht ohne dezente Einflüsterung aus Berlin – gegen den Prozess gestimmt, war aber durchaus bereit, sich auch inhaltliche Argumente pro und contra eines von der UN geschaffenen Verfahrens anzuhören.

Auch der realsozialistischen Geschichte des Landes stellten wir uns, indem wir Möglichkeiten für eine Umwandlung der seit dreissig Jahren unbedienten und überhaupt ungeklärten Schulden Kubas bei seinem sozialistischen Ex-Bruderland besprachen. Nur zu gerne würde der Global Fund aus den uralten fast vergessenen Kreditverträgen Investitionen in die Aids-Prävention auf der Insel machen – möglichst bevor der Tourismus aus Miami wieder volle Fahrt aufnimmt.

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