Erweiterung des Infoprogramms für Ländergruppen: Guinea-Bissau

Soeben haben wir unser Informationsprogramm für Länderinitiativen um eine informative Analyse zu Guinea-Bissau anlässlich der Entschuldung des Landes unter der HIPC-Initiative erweitert. Guinea-Bissau, gerade mal so groß wie Baden-Württemberg und ehemalig das höchst verschuldete Land überhaupt, erreichte im Dezember 2010 den „Completion Point“ und damit den endgültigen und dringend benötigten Schuldenerlass. Dabei hatte das kleine Land bereits im Jahr 2000 den „Decision Point“ und damit den Eintritt in die HIPC-Initiative erreicht.

Die 10-jährige, fatale Verzögerung des Schuldenerlasses lag dabei vor allem daran, dass das Land nicht in der Lage war, die nötigen Strukturreformen des IWF umzusetzen. Auch ist die seit Jahren instabile politische Lage im Land dafür verantwortlich.

Zwischen dem „Decision Point“ im Jahr 2000 und dem „Completion Point“ 2010 war das Land praktisch durchgängig zahlungsunfähig und von externer Finanzierung weitestgehend abgeschnitten. Investitionen in wirtschaftliche oder soziale Entwicklung blieben damit fast vollständig aus.

Trotz Schuldenerlass unter HIPC und MDRI und sogar einer gewährten Erhöhung des Schuldenerlasses ist die Verschuldungssituation von Guinea-Bissau aber auch in Zukunft kaum tragfähig und es besteht große Gefahr, dass Guinea-Bissau erneut in eine Überschuldungssituation und Zahlungsunfähigkeit rutscht.

Am Beispiel der “Entschuldungsgeschichte” Guinea-Bissaus wird im Weiteren der Vorteil eines zeitigen, umfassenden und fairen Schiedsverfahren deutlich.

Der gesamte Artikel steht auf der Internetseite von erlassjahr.de zum Download bereit.

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